Rindsleder

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Rindleder kaufen

Bearbeitung von RindslederRindleder - weltweit am meisten verbreitet

Die Rinderzucht erstreckt sich global über den gesamten Erdball und hat eine lange Tradition. Zu den Rinderarten, deren Haut sich auch zur Lederverarbeitung eignen, zählen unter anderem Büffel und Zebus. Rindsleder, auch als Rindleder bezeichnet, werden für nahezu alle Sparten der Lederindustrie verwendet. Rindleder ist bei moderner Lederbekleidung ebenso zu finden wie in Fahrzeugen als Autoleder oder in der Möbelindustrie als Möbelleder. Gürtel, Riemen und Gurte, sowohl in der Mode, im Sport als auch im medizinischen Bereich bestehen oft aus Rindsleder.

Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Rindsleder

Der häufige Einsatz von Rindleder beruht auf den hochgradig strapazierfähigen Eigenschaften der Lederhaut des Rindes. Rindleder zeichnen sich durch ihre Formbeständigkeit und Reißfestigkeit aus. Sie sind sehr stabil und dennoch dehnbar und flexibel. Die Größe des Leders spielt ebenso eine Rolle bei der bevorzugten Verarbeitung von Rindsleder. Da Rinder sehr große Nutztiere sind, fallen somit auch große Lederhäute an. Hiervon profitiert vor allem die Möbelindustrie. Wenn bedacht wird, dass für ein recht großes Ledersofa ca. 20 bis 30 Quadratmeter zum Lederbezug benötigt werden, so kann in der Regel ein Anteil von 30 % bis 40 % mit einer Rindslederhaut abgedeckt werden.

Hochwertige Rindleder in verschiedenen Farben auf Lederhandel.com kaufen

Im Shop von Lederhandel.com ist eine gut sortierte Auswahl hochwertiger Rindleder zu finden. Die Stärken des Leders liegen zwischen 1 und 1,2 Millimetern. Das Leder „Polo“ von Lederhandel.com ist leicht korrigiert und pigmentiert. Es besticht durch sein gleichmäßiges Narbenbild und zeichnet sich durch einen vollen Griff aus. Die Farbpalette erstreckt sich über warme Weiß-, Beige-, Ocker-, Rot und Brauntöne bis hin zu gedecktem Blau und Lila. Auch Rindsleder in klassischem Schwarz und edlem Grau sind zu finden. Letztere werden immer wieder, gerade auch im Bereich der Autopolsterung, sehr gern verwendet.

Rindsleder im Auto für den besten Eindruck

Ein mit rotem Rindsleder ausgestattetes Fahrzeug kann zum Beispiel sehr gut mit einer dunklen Karosserie harmonieren und auch einem Mittelklassewagen den Hauch von Luxus und Glamour, gepaart mit dezenter Sportlichkeit, verleihen. In der Autoindustrie werden ausschließlich Bullenleder verarbeitet, da diese aufgrund des höheren Gewichtes eines Bullen im Vergleich zu Kalb oder Kuh, eine größere Stärke und damit höhere Festigkeit aufweisen. Optische Unterschiede zwischen einzelnen Rindsledern, wie Kuhleder oder Leder vom Stier, sind jedoch nur geringfügig in Griff oder der Narbenstruktur.

Handschuhe, Schuhe, Stiefel und Sattel aus Rinderhaut

Für die Verarbeitung in der Modebranche werden vor allem Rindleder der leichteren Gewichtsklasse, überwiegend von Kuh oder Kalb, verwendet, da sie schmiegsamer und dennoch sehr strapazierfähig sind. Einen Unterschied dazu bildet die Rindbox. Als Rindbox wird das am weitesten verbreitete Rindoberleder bezeichnet. Es ist dies ein nur mäßig eingefettetes, gefärbtes Rindleder, welches ganz speziell zur Fertigung schwerer Arbeitsschuhe, Stiefel und Straßenschuhe verwendet wird. Diese Rinderhaut ist chromgegerbt, wie übrigens die meisten Lederhäute. Die heutige Rindbox wird in der Beschaffenheit durch verbesserte Behandlungstechniken zusätzlich poliert und geprägt, so dass auch ursprünglich leicht schadhafte Narben durch derartige Verfahren ausgeglichen werden. Rindbox ist in der Beschaffenheit glatt, gut geprägt und gut griffig. Zusätzlich finden diese Rindleder ihre Verwendung nach wie vor im Bereich des Reitsports und Fahrradsports in Form von Sätteln, Satteltaschen oder andere Täschner – und Sattlerware. Auch Bälle, wie Cricketbälle oder andere, werden aus diesem robusten Leder hergestellt.

Gekrispeltes Rindleder für den besonderen Effekt
Rindleder - Arbeitsschritte der Gerberei

Unter dem Begriff Krispeln oder auch Levantieren wird ein Prozess verstanden, der mitunter zum Einsatz kommt, um eine vorhandene Ledernarbung zusätzlich zu betonen und herauszuarbeiten. Innerhalb dieses Verfahrens wird das zuvor bereits eingefärbte und gegerbte Leder mittels eines Druckwalze unter erhöhter Kraft über die Kante eines Bleches geführt. Dabei liegt die Narbenseite innen. Sie wird beim Prozess stark gestaucht wodurch im Rindleder eine Faltenbildung eintritt. Diese Falten sind ebenso dauerhaft wie eine Prägung (z.B. Schlangenlederprägung). Der Krispelvorgang kann beliebig oft wiederholt werden, wodurch immer wieder unterschiedliche Narbenstrukturen entstehen.

Ausnahmen und Besonderheiten in der Rindlederverarbeitung

Im Normalfall werden vor allem Oberleder von Rindern verarbeitet. Eine fragwürdige Ausnahme bildet die Verarbeitung von Bullenhoden oder dem Kuhmagen. In einigen Ländern wie Österreich ist die Verarbeitung von Bullenhoden bzw. überhaupt von tierischen Geschlechtsteilen, verboten. Inwieweit es in irgendeiner Form sinnvoll oder wünschenswert ist, derartige Leder zum Beispiel für Kunstwerke oder ausgefallene Schmuckgegenstände, zu verarbeiten, sei dahingestellt. Die gängigsten Rindleder bleiben die Rindoberhäute, wie Kalbsleder, Kuhleder und Bullenleder.

Gut gepflegtes Leder sorgt für ein dauerhaft schönes Aussehen

Nicht jedes Pflegemittel kann für alle Lederarten gleich verwendet werden. Es gilt hier vor allem darauf zu achten, ob das Leder glatt, geriffelt oder mit starker Narbenstruktur versehen ist. Auch ist es wichtig, zu wissen, ob und in welcher Form das Rindleder den Witterungsbedingungen oder Abnutzungsgraden ausgesetzt ist. Auf Lederhandel.com finden Kunden jederzeit die passende Pflege für ihr Ledermaterial. In dringenden Fällen ist auch die Hotline für Fragen rund um das Leder und dessen Pflege zuständig.