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Autoleder richtig reinigen und pflegen

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Außen hui und innen pfui. Das ist das Ergebnis, wenn man die Innenraumpflege des geliebten Autos für längere Zeit vernachlässigt. Dabei sind saubere und gepflegte Ledersitze ein Kinderspiel, wenn man es nur richtig angeht. Gerade Leder kann dem Autobesitzer viele Jahre Freude machen, wenn Reinigung und Pflege stimmen. Aber wie genau sehen Reinigung und Pflege von Lederinventar im Auto aus?

Neben der Entfernung des vorhandenen Schmutzes von der Oberfläche spielt bei Lederinterieur vor allem auch die anschließende Pflege eine tragende Rolle.

Reinigen der Oberflächen

Bevor man mit der Reinigung des Innenraumes beginnt, sollte man im Handbuch nachlesen, ob bestimmte Reinigungsmittel vermieden werden müssen. Außerdem findet man dort Hinweise, wie die Lederpolster richtig gepflegt werden können. Weiterhin müssen Teile, die nicht mit Leder bezogen sondern perforiert sind, bei der Reinigung ausgelassen werden, da sich ansonsten flüssige Reiniger, Pflegemittel und auch Wasser in den Löchern festsetzen können.
Die Reinigung beginnt am besten immer mit dem Absaugen der Oberflächen und der Zwischenräume, damit grober Schmutz, Essensreste, etc. entfernt werden können. Der Sauger sollte behutsam benutzt werden, um unerwünschte Kratzer im Leder zu vermeiden.


Anschließend wird die oberste Schmutzschicht gereinigt. Dazu werden die Sitze mit einem Mikrofasertuch abgewischt, das zuvor mit einem Reinigungsmittel getränkt wurde. Für diesen Vorgang eignet sich wahlweise ein spezielles Reinigungsmittel für Lederoberflächen oder aber eine milde Lederseife bzw. Sattelseife.
Wenn die Lederpflege auf die Oberfläche aufgetragen wurde, kann man es mit einer weichen Bürste vorsichtig abreiben. So lösen sich auch tiefere Unreinheiten.

Danach werden die Sitze erneut mit einem trockenen und unbenutzten Mikrofasertuch abgewischt, um das Reinigungsmittel wieder zu entfernen. Dabei nimmt das Tuch außerdem auch Schmutz und überschüssiges Fett auf.

Extra-Tipp zur Reinigung:

Neben der regelmäßigen oberflächlichen Reinigung, die monatlich vorgenommen werden sollte, ist auch eine tiefergehende Reinigung etwa vier Mal pro Jahr empfehlenswert. Handelt es sich um helles Leder, sollte die Tiefenreinigung sogar noch häufiger vorgenommen werden.

Pflege der Oberflächen

Um die Öberflächen des Autoleder richtig zu pflegen, nutzt man am besten ein Pflegemittel auf Wasserbasis, das einen neutralen pH-Wert hat. Hochwertige Pflegemittel ohne Silikone, Wachse und Erdöldestillate sollten die erste Wahl sein. Mit dem Mittel werden nun die Fette der Lederoberflächen aufgefüllt , ohne dass das Material anschließend fettig aussieht.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man das Pflegemittel vor dem Pflegevorgang an einer nicht sichtbaren Stelle auf Verfärbungen und andere unerwünschte Effekte testen. Wichtig ist auch, das Pflegemittel nach Anleitung anzuwenden.
Anschließend wird das Pflegemittel mit einem weichen Schwamm oder einem Mikrofasertuch auf die Oberflächen aufgetragen und vorsichtig eingerieben. Mit dem Pflegemittel sollte man dabei lieber sparsam sein, um Schmierflecken zu vermeiden. Entsteht doch solch eine Stelle, kann man das überflüssige Mittel mit einem trockenen Mikrofasertuch wieder entfernen.

Um die Pflegewirkung zu optimieren, sollte man das Mittel mindestens eine Stunde oder, wenn möglich länger einwirken lassen. Außerdem ist es empfehlenswert, die bearbeiteten Stellen während des Einwirkens vor Sonneneinstrahlung zu schützen.
Im nächsten Schritt werden die Oberflächen mit einem Mikrofasertuch poliert. Dazu werden die Sitze mit dem Tuch in kreisenden Bewegungen bearbeitet. Noch vorhandenes Pflegemittel wird dabei ebenfalls entfernt.

Extra-Tipp zur Pflege:

Mit der richtigen, hochwertigen Lederpflege genügt die Pflege der Oberflächen alle paar Monate.

Wenn man Reinigung und Pflege in regelmäßigen Abständen vornimmt hat man gerade mit Lederoberflächen viele Jahre große Freude, da sie immer gepflegt und schön aussehen und nur wenig altern.

Fotoquelle: shutterstock.com/de by Gargantiopa

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